Herzlich willkommen!

 

Auf den folgenden Seite informieren wir über Grundlegendes zum Thema Zahn- und Mundgesundheit sowie über unsere gruppenprophylaktischen Maßnahmen und Aktionen in Kindertagesstätten und Schulen des Landes Brandenburg.

Die Gruppenprophylaxe wird im Land Brandenburg durch die Zahnärztlichen Dienste der Landkreise und kreisfreien Städte umgesetzt. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Zahn- und Mundgesundheit aller Kinder und Jugendlichen des Landes Brandenburg. Sie motivieren in Kindertagesstätten und Schulen zu zahngesundem Verhalten.

 

 

September 2019

Ohne Nuckel spricht es sich besser - Nuckelbaum vor dem Gesundheitsamt eingeweiht

Einen "Nuckelbaum" gibt es seit kurzem vor dem Eingang zum Gesundheitsamt Teltow-Fläming. Er wurde anlässlich des Tags der offenen Tür im Kreishaus am 7. September 2019 eingeweiht.

Da das Nuckeln ab einem bestimmten Alter negative Auswirkungen auf den Kiefer, die Zähne und Zunge hat, kann es zu Sprachstörungen, Problemen bei der Nahrungsaufnahme und  zu einer häufigeren Mundatmung führen. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass die Kinder an Karies oder Erkältungen erkranken. Die Kinder sollten also ab dem 24. Lebensmonat von ihrem Nuckel entwöhnt werden.

Der Nuckelbaum ist ein Angebot, um den Kindern die Trennung von ihrem Nuckel zu erleichtern. Durch das Platzieren des Nuckels am Baum haben sie ein positives Erlebnis und werden gestärkt. Sie können ihren Schnuller bei jedem Spaziergang besuchen. Die Beschäftigten des kinder- und jugendzahnärztlichen Dienstes hoffen, dass viele Kinder mit ihrem Nuckel den kleinen Baum schmücken.

Die Tradition des Nuckelbaumes kommt aus Dänemark und wurde in den 1920-er Jahren dort eingeführt. Die Nuckel werden mit einem Bändchen am Baum befestigt und können dort hängen bleiben, bis sie abfallen.

 

25. September 2019: Tag der Zahngesundheit

Zähneputzen ist nicht immer cool, aber wichtig

Zum Tag der Zahngesundheit (25. September) sagt Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij: „Zähneputzen ist für Kinder und Jugendliche vielleicht nicht immer cool, aber für die Gesundheit wichtig. Zweimal täglich gründliche Zahnpflege mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta ist unverzichtbar. Das richtige Zähneputzen lernen in Brandenburg die Kleinsten schon in der Kita. Und das mit großem Erfolg: 12-jährige kennen Karies und ihre Folgen aus eigenem Erleben kaum, denn 77 Prozent von ihnen haben gesunde Zähne.“ Anfang der 90er Jahre lag dieser Anteil bei 37 Prozent.

Zur Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeits, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburgs: Zähneputzen ist nicht immer cool, aber wichtig


Mundgesundheit in der Pubertät

Der Zahnwechsel ist meist im Alter von 12 Jahren abgeschlossen. Jugendliche haben dann ein Erwachsenengebiss mit 28 Zähnen. Sie stehen oft eng zusammen und benötigen sorgfältige Pflege, speziell der Zahnzwischenräume. Viele Jugendliche tragen zudem eine Zahnspange. Regelmäßiges Putzen mit Hilfsmitteln wie Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten mit gezielten Techniken sind notwendig, um Zähne gesund zu halten. 

Außerdem konsumieren Heranwachsende vermehrt Süßes, Snacks, Chips oder Softdrinks. Keine gute Konstellation für die Mundgesundheit. Im Pubertätsalter kontrollieren Eltern die Zahnpflege selten, die Jugendlichen bestimmen ihre Ernährung zudem stärker selbst. Fastfood, zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten, Soft- oder Energydrinks sind eine Herausforderung für die Zähne: Zucker und Säure greifen die Zähne an, Kohlenhydrathaltiges wie Burger, Pizza, Chips haftet an den Zähnen und wird von Bakterien in zahnschädigende Säuren verwandelt. Die Folgen können vermehrt Karies sowie erosive Schäden am Zahnschmelz sein. 

77 Prozent der 12-Jährigen im Land Brandenburg haben naturgesunde, kariesfreie Gebisse. Diese Erfolge der Gruppen- und Individualprophylaxe aus dem Kindesalter über die Pubertät in das junge Erwachsenenalter zu halten, ist ein wichtiges Ziel. 

Hinweis: Am 25. September ist Tag der Zahngesundheit. 2019 steht er unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Ich feier’ meine Zähne!“. Im Mittelpunkt stehen Jugendliche.

 

12. April 2018, Fortbildung für Zahnärzt*innen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes

Mundgesundheit von klein auf an

Am 12. April 2018 fand in Potsdam eine Fortbildung für die Zahnärztinnen und Zahnärzte der Gesundheitsämter des Landes Brandenburg in Potsdam statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Büro der zahnärztlichen Gruppenpropyhlaxe in Kooperation mit der Landesstelle Brandenburg des Bundesverbandes der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG).

Zum Auftakt der Veranstaltung gratulierten Dr. Ulrich Widders, Referatsleiter im Gesundheitsministerium, und Dr. Petra Haak, Landesstellellenleiterin des BZÖG, Dr. Gudrun Rojas zur Auszeichnung mit der Bundesverdienstmedaille des Bundesverdienstordens. Diese wurde ihr am 6. April von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke während einer Feierstunde überreicht und zuvor von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen.

Die Auszeichnung erhielt sie für ihr bedeutendes ehrenamtliches Engagement bei der flächendeckenden zahnärztlichen gruppenprophylaktischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen und ihre Mitarbeit in zahlreichen Gremien. Ihr Beruf ist ihr Herzensthema, das sie über den beruflichen Kontext als Leiterin des Zahnärztlichen Dienstes der Stadt Brandenburg an der Havel hinaus zu den Menschen bringt. Alle Kinder sollen die Chance für ein gesundes Aufwachsen mit gesunden Kinderzähnen haben. Die Erfahrungen, die sie mit Kindern, Pädagogen in Kitas und Schulen der Stadt Brandenburg an der Havel macht, bringt sie in ihrem Ehrenamt auf die Landes- und Bundesebene. Frau Dr. Rojas engagiert sich im Beirat für Zahngesundheit, im Fachausschuss sowie Ausschüssen der Landeszahnärztekammer. Sie begleitet als Sprecherin der Arbeitsgruppe Mundgesundheit im Bündnis Gesund Aufwachsen den Gesundheitszieleprozess zur Kindergesundheit im Land Brandenburg. Darüber hinaus arbeitet sie im wissenschaftlichen Beirat der Informationsstelle für Kariesprophylaxe.

In der anschließenden Fortbildung stellten vier Zahnärztinnen die im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Fachzahnärztin für Öffentliches Gesundheitswesen erarbeiteten Vorträge vor. Am Nachmittag referierte Herr Patrick Patzwald vom ZAGG - Zentrum für angewandte Gesundheitsförderung und Gesundheitswissenschaften in einem spannenden und interaktiven Vortrag zur wertschätzenden und konstruktiven Kommunikation mit Eltern im Rahmen der Gruppenprophylaxe.

 

 

Januar 2017

Werden auch die Jüngsten in der Kita zahnärztlich untersucht?

Diese Frage wird immer wieder gestellt. Für das Land Brandenburg kann sie mit „ja“ und „jährlich flächendeckend“ beantwortet werden. Der gesetzliche Auftrag hierfür ergibt sich aus § 21 SGB V (Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe) sowie landesrechtlichen Festlegungen. Im vergangenen Schuljahr wurden 90% der Kitas gruppenprophylaktisch betreut. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte der 18 Gesundheitsämter haben von 97.533 Kita-Kindern, die im Land Brandenburg leben, 73.296 untersucht.

Festgestellt wurde dabei, dass 93% der Kleinkinder bis zu 3 Jahren gesunde Milchzähne hatten, 1% hatten bereits behandelte Zähne und bei 6% wurden kariös erkrankte Zähne diagnostiziert. Ihre Eltern wurden schriftlich über eine Behandlungsnotwendigkeit informiert und gebeten, sobald wie möglich einen Behandlungstermin in ihrer Zahnarztpraxis zu vereinbaren.

Alle Kinder ab 2 Jahre bekommen den „Zahnärztlichen Prophylaxe-Pass für Vorschulkinder“ der die Eltern darauf aufmerksam macht, dass zusätzlich zur Untersuchung in der Kita der regelmäßige Zahnarztbesuch schon bei den Jüngsten wichtig ist.