Präventionspreis Frühkindliche Karies für "Kita mit Biss"

Im Rahmen der „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ haben die Bundeszahnärztekammer und CP GABA den „PRÄVENTIONSPREIS Frühkindliche Karies“ verliehen. Stellvertretend für das Autorenteam nahmen Dr. Gudrun Rojas und Bettina Bels den Preis vom Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer Prof. Dr. Oesterreich entgegen.

Die Initiatoren der Initiative ehrten am 6. November auf dem Deutschen Zahnärztetag in Frankfurt/Main insgesamt vier Preisträger, die mit praxisnahen Konzepten und Projekten nachweislich die Prävention Frühkindlicher Karies (Early Childhood Caries – ECC) verbessert haben. Die Jury aus vier Experten hat bei der Auswahl der Gewinner darauf geachtet, dass die Konzepte und Projekte wissenschaftlich fundiert, bundesweit umsetzbar und dazu geeignet sind, Eltern, Erziehungsberechtigte und Betreuer für ein verbessertes Ernährungs- und Mundhygieneverhalten zu sensibilisieren und zur Umsetzung zu motivieren.

Die Preisträger

Die von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Büro der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe im Land Brandenburg, in Kooperation mit dem Fachausschuss Zahnärztlicher Dienst und der Landesstelle Brandenburg des Bundesverbandes der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes eingereichte Arbeit „Kita mit Biss“ erhielt den dritten Platz. Dieses Präventionsprogramm ist ein in der Praxis bewährtes, intersektorales Aufklärungs- und Ernährungsprogramm für Kindertagesstätten zur Förderung der Mundgesundheit und Vermeidung der Frühkindlichen Karies. Initiiert und begleitet durch die kommunalen Strukturen zur Umsetzung der zahnmedizinischen Gruppenprophylaxe gem. § 21 SGB V setzen Kitas praktikable Handlungsleitlinien unter Einbeziehung der Eltern um. In dieser Kooperation gelingt es, einen (mund-) gesundheitsförderlichen Kita-Alltag zu gestalten, wie bereits 377 zertifizierte Kitas im Land Brandenburg zeigen.

Das Auftreten der Frühkindlichen Karies, als die häufigste chronische Erkrankung im Kleinkind- und Vorschulalter, wird zurückgedrängt und ein Beitrag zum gesunden Aufwachsen sowie zur gesundheitlichen Chancengleichheit aller Kinder geleistet.

Das best-practice-Modell setzt damit erstmals überprüfbare Qualitätsstandards für Kitas, die unter engagierter Einbeziehung von Eltern und Erziehern realisiert werden, urteilte die Jury.

Die Urkunde für den zweiten Platz nahm Dr. Michael Schäfer vom Gesundheitsamt Düsseldorf für das Präventionsprogramm „Zukunft für Kinder in Düsseldorf“ entgegen.

Der erste Platz ging an eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Hüsamettin Günay von der Medizinischen Hochschule Hannover für das Konzept der „Zahnärztlichen Gesundheitsfrühförderung interdisziplinär“.

Mit einem Sonderpreis ehrte die Jury schließlich die von Roswitha Schneider eingereichte Arbeit der Stiftung Pro Kind für das Hausbesuchsprogramm von Pro Kind.

 

Pressemitteilung des Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Preisverleihung: www.masgf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.421962.de